Da Alter
ein Zeitintervall ist und kein Zeitpunkt, müssen wir etwas zählen können
Es kommt häufig vor, das Alter in Jahren
anzugeben. Ein Jahr als Zähleinheit hat sich für viele Lebenszyklen auf der
Erde bewährt.
Schon ausserhalb des Sonnensystems, hat der
Jahreszyklus der Erde keinen direkten Bezug zur Zeit und rasch werden die
Zahlen gross, welche das Alter von Himmelskörpern angeben und schätzen. Trotzdem behalten
Astronomie und Astrophysik die bekannten Zeiteinheiten bei (sec, min, std,
Jahr) - dies im Gegensatz zur astronomischen Distanz-Angabe.
Deshalb sind wir uns periodische Uhren gewöhnt. So
gibt es frühe Zeitbestimmung mit dem Auf- und Untergang von Sternbildern.
Eine Sternbilduhr war auch ein guter Kalender.
Weil wir beim Zählen dabei sein müssen, hilft
uns das Zählen von Zeitintervallen bei der astronomischen Altersbestimmung
nicht weiter.
Wenn wir zwei physikalische Grössen messen
können, deren Verrechnung die Dimension Zeit ergibt, dann kann auf das
Zählen verzichtet werden. Unter Umständen verlieren wir auch die
deterministische Regelmässigkeit einer einzigen periodischen Uhr, weil die
Zeitabhängigkeit physikalischer Wechselwirkungen Grundlage der
Altersbestimmung ist.
Wenn wir Gesteine sammeln können, sind
geologische Altersbestimmungen möglich. Das bringt uns einem Teil der Monde
und Planeten und Asteroiden und Kometen des Sonnensystems näher.
Doch Vorsicht, geringe Konzentrationen von
Isotopen können zu hohes Alter vortäuschen. Doch Vorsicht, das Sammeln
kosmischer Gesteine ist eine recht beschränkte Methodik - es wäre auch nicht
sehr erfreulich, auf den Einschlag von Kometen auf der Erdoberfläche zu
warten. Es reisten jedoch bereits Raumsonden zu wenigen Kometen,
weitere Missionen sind geplant.
Wird, was sich nicht bewegt, ewig dauern?
Gibt es Orte der Ruhe im Kosmos?
Und wenn es solche Orte gäbe, müsste der
Kosmos dort ewig dauern? Und was würde geschehen, "gerade daneben"? Wo liegt
materiell der Übergang zur Ewigkeit?
Kann Raum-Zeit ewig sein, oder ist die
Vergänglichkeit der Materie-Energie ebenfalls an die Existenz der Raum-Zeit
gekoppelt?
Oder ist es ein dauerndes Entstehen-Vergehen
von Raum-Zeit und Materie-Energie? Mit der Konsequenz, dass Individuen
jeglicher Art vom Alter des Kosmos überholt werden.
Und noch ein Schritt weiter gedacht: Sollte
der Kosmos, in dem wir uns heute befinden in Zukunft verschwinden,
verschwindet damit alles oder gehen die Erhaltungssätze der Physik über die
Existenz (eine Konfiguration in der Raum-Zeit) des uns zugänglichen Kosmos
hinaus? Woher kommt die Raum-Zeit-Materie-Enegie der ersten Sekunde des
heutigen Kosmos?
Energiebilanz des Universums = 0
Creatio ex nihilo - virtuelle "Teilchen"
Was bedeutet hier "virtuell" ...
Weshalb stellen wir uns überhaupt diese
Frage, welche empirisch wohl kaum je beantwortet werden kann.
Die philosophische Vorstellung einer absoluten Zeit, welche
vom absoluten Raum getrennt existiere, ist physikalisch überholt.
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